Oophaga pumilio Solarte

Weitere gebräuch­liche Morphbezeichnungen: Cayo Nancy, Nancy, Bahia Honda

Erdbeerfrosch
Plauscherl 2

Herkunft:

Isla Solarte, Isla Bastimentos (Bahia Honda), Panama

Größe:

KRL ca. 20 mm

Beschreibung:

Grundfarbe: gelbo­range bis rotor­ange, weiße oder graue Füße, Bauch und Beine manchmal weiß, grau oder bläu­lich
Zeichnung: meist ohne, selten schwarz­braune Sprenkel oder Punkte

Geschlechtsunterscheidung:

Die Weibchen sind etwas größer und dicker als die daneben fast zier­lich erschei­nenden Männchen.

Lebenserwartung:

10 bis 15 Jahre.

Haltung:

Temperatur:

tags­über 24 – 27° C,  mittags auch mal bis 32° C
Nachtabsenkung um 3–4 ° C
In ihrem natür­li­chen Lebensraum mini­male Jahrestemperaturschwankungen  (1–2° C)

Luftfeuchtigkeit:

tags­über 70 – 80 %, morgens und abends bis auf 95–100 % stei­gend
Jahresschwankung: Regenzeit mit hoher Luftfeuchte und Regen zwischen Mai und September, im Winter trockener halten
LF Regenzeit: 85–100%
LF Trockenzeit: 65–80%

Terrarium:

Empfohlen wird ein Regenwaldterrarium mit der Große (L x T x H) von mindes­tens 30 x 30 x 40 cm für ein Pärchen. Wir halten unsere Nancy (1.1) in einem 40 x 40 x 60 cm großen Terrarium. Wichtig ist eine gute Belüftung und 12 Stunden Beleuchtung pro Tag.

Bodengrund: auf eine Drainageschicht (aus Blähtonkugeln, …), ein Trennvlies, damit die Erde nicht in die Drainageschicht eindringt, eine  Schicht Terrarienerde (Kokosfaser) und darauf Moos, Eichenlaub, Kies und Steine, viele echte Pflanzen (Bromelien, Farne …). Einige Verstecke (kleine Höhlen, Filmdosen, …) dürfen nicht fehlen. Eine Wasserstelle oder eine kleine, flache Wasserschüssel wird benö­tigt.

Ernährung:

Wichtig ist eine abwech­lungs­reiche Fütterung mit kleinen Drosophila, Ofenfischchen, Erbsenblattläusen, Springschwänzen und weißen Asseln.  Springschwänze sind das Lieblingsfutter  der Pumilios und sollten stets ausrei­chend im Terrarium vorhanden sein. Auch in Hinblick auf noch nicht entdeckte Landgänger.
Zwei mal wöchent­lich bestäuben wir die Futtertiere mit Vitaminpulver.

Fortpflanzung:

Das Männchen ruft nach einem paarungs­be­reiten Weibchen. Das Weibchen legt 3–8 hell­graue Eier in waag­rechte Filmdosen, auf Laub oder auf Bromelienblätter. Die Eier werden vom Männchen äußer­lich befruchtet. Das Männchen versorgt das Gelege. Nach ca. 14 Tagen Zeitigung schlüpfen die Quappen, die vom Männchen auf dem Rücken in eine Wasserstelle (Bomelienachsel, senk­recht hängende, mit Wasser gefüllte Filmdose , …) trans­por­tiert werden. Das Weibchen versorgt die Quappen mit (unbe­fruch­teten) Nähreiern. Die Aufzucht der Oophaga-Arten funk­tio­niert nur im Terrarium durch die Elterntiere, eine künst­liche Aufzucht ist nicht erfolg­reich. Die Quappen entwi­ckeln sich in ca. 2 bis 3 Monaten zu kleinen Jungfröschen, die dann das Wasser verlassen. Meist verste­cken sich die Landgänger so gut in der Laubschicht, dass man sie erst nach einigen Wochen bis Monaten entdeckt. Dann sollten sie aus dem Elternterrarium in ein Auftzuchtsterarium über­führt werden.
Die Landgänger werden in relativ kleinen Aufzuchtsterrarien mit spar­ta­ni­scher Einrichtung aufge­zogen, um eine hohe Futtertierdichte zu errei­chen. Gefüttert werden sie am Anfang fast täglich mit ganz kleinen Futtertieren (beson­ders Springschwänze, später kleine Ofenfischchen und Erbsenblattläuse).