Ranitomeya bene­dicta (Shucushuyacu)

Sacramento-Rotkopf-Baumsteiger

160413 8568 Arbeitskopie 2

Herkunft:

Pampas del Sacramento, Rio Huallaga, Peru

Größe:

KRL 18–22 mm

Geschlechtsunterscheidung:

Die Weibchen sind etwas größer und dicker als die daneben fast zier­lich erschei­nenden Männchen.

Lebenserwartung:

10 bis 15 Jahre.

Haltung:

Temperatur:

tags­über 24 – 30° C, nachts nicht unter 20° C

Luftfeuchtigkeit:

tags­über 70 – 80 %, morgens und abends bis auf 95–100 % stei­gend

Terrarium:

Empfohlen wird ein Regenwaldterrarium mit der Große (L x T x H) von mindes­tens 30 x 30 x 40 cm für ein Pärchen. Wir halten unsere Ranimonteyas (1.2) in einem 40 x 40 x 60 cm großen Terrarium. Wichtig ist eine gute Belüftung und 12 Stunden Beleuchtung pro Tag.

Bodengrund: auf eine Drainageschicht (aus Blähtonkugeln, …), ein Trennvlies, damit die Erde nicht in die Drainageschicht eindringt, eine  Schicht Terrarienerde (Kokosfaser) und darauf Moos, Eichenlaub, Kies und Steine, viele echte Pflanzen (Bromelien, Farne …). Einige Verstecke (kleine Höhlen, Filmdosen, …) dürfen nicht fehlen. Eine Wasserstelle oder eine kleine, flache Wasserschüssel wird benö­tigt.

 

Ernährung:

Wichtig ist eine abwech­lungs­reiche Fütterung mit kleinen Drosophila, Ofenfischchen, Erbsenblattläusen, Springschwänzen und weißen Asseln. Micro-Heimchen verfüt­tern wir nicht mehr, da sie, nicht gleich von den Fröschen vertilgt, fast größer als die Terrarienbewohner (und sehr laut) werden können. Zwei mal wöchent­lich bestäuben wir die Futtertiere mit Vitaminpulver.

Fortpflanzung:

Das Männchen ruft nach einem paarungs­be­reiten Weibchen. Das Weibchen legt 3–8 hell­graue Eier in waag­rechte Filmdosen, auf Laub oder auf Bromelienblätter. Die Eier werden vom Männchen äußer­lich befruchtet. Das Männchen versorgt das Gelege. Nach ca. 14 Tagen Zeitigung schlüpfen die Quappen, die vom Männchen auf dem Rücken in eine Wasserstelle (Bomelienachsel, senk­recht hängende, mit Wasser gefüllte Filmdose , …) trans­por­tiert werden. Das Weibchen versorgt die Quappen mit (unbe­fruch­teten) Nähreiern. Die Quappen entwi­ckeln sich in ca. 2 bis 3 Monaten zu kleinen Jungfröschen, die dann das Wasser verlassen. Zu diesem Zeitpunkt sollten sie aus dem Elternterrarium in ein Auftzuchtsterarium über­führt werden.
Die befruch­teten Gelege können auch entnommen und in Petrischalen gezei­tigt werden. Nach dem Schlüpfen weden die Quappen einzeln in kleinen Dosen aufge­zogen, da sie kani­ba­lis­tisch sind. Gefüttert wird mit spezi­ellem Quappenfutter, fein gemah­lenem Fischfutter, etc.

Die Landgänger werden in relativ kleinen Aufzuchtsterrarien mit spar­ta­ni­scher Einrichtung aufge­zogen, um eine hohe Futtertierdichte zu errei­chen. Gefüttert werden sie am Anfang fast täglich mit ganz kleinen Futtertieren (beson­ders Springschwänze, kleine Ofenfischchen und Erbsenblattläuse).