Ranitomeya vanzo­linii

Brasilianischer Baumsteiger

160410 8471

 

Herkunft:

Östliches und zentrales Peru sowie angren­zendes Brasilien; zumeist im Tieflandregenwald anzu­treffen.

Größe:

KRL 17 – 22mm

Geschlechtsunterscheidung:

Die Männchen meist etwas kleiner, sehr oft aber deut­lich schmäler.

Lebenserwartung:

wahr­schein­lich bis zu 10 Jahren

Haltung:

Temperatur:

Tagsüber 23 – 26° C, nachts 19 – 22° C. Jahrestemperaturschwankung minimal (1 – 2 °C). Höchstwerte von 32° C und Tiefstwerte von 18° C wurden problemlos vertragen.

Luftfeuchtigkeit:

Tagsüber 70 – 80 %, morgens und abends bis auf 95–100 % stei­gend (Nebel). Eine Trockenperiode als Zuchtpause sollte einge­halten werden. Aufgrund der allge­mein herr­schenden tieferen Luftfeuchtigkeit in den Wintermonaten, ist diese vorzugs­weise in diesen zu legen. Luftfeuchtigkeit in der Regenzeit 70 – 95%, in der Trockenzeit ca. 50 – 75%.

Terrarium:

Empfohlen wird ein Regenwaldterrarium mit der Große (L x T x H) von mindes­tens 30 x 30 x 40 cm für ein Pärchen. Wichtig ist eine gute Belüftung und 12 Stunden Beleuchtung pro Tag. Wir halten unsere Gruppe Ranimonteyas (wahr­schein­lich 1.3) in einem 40 x 40 x 60 cm großen Terrarium.

Bodengrund: auf eine Drainageschicht (aus Blähtonkugeln, …), ein Trennvlies, damit die Erde nicht in die Drainageschicht eindringt, eine Schicht Terrarienerde (Kokosfaser) und als Deckschicht Pinienrinde. Darauf Moos, Eichenlaub, Kies und Steine, viele echte Pflanzen (Bromelien, Farne …). Einige Verstecke (kleine Höhlen, Filmdosen, …) dürfen nicht fehlen. Eine Wasserstelle oder eine kleine, flache Wasserschüssel wird benö­tigt.

Ernährung:

Wichtig ist eine abwech­lungs­reiche Fütterung mit kleinen Drosophila, (mela­no­gaster oder Ameise), Erbsenblattläusen, Springschwänzen, kleine Ofenfischchen und weißen Asseln. Micro-Heimchen haben sich bei uns nicht bewährt. Zwei mal wöchent­lich bestäuben wir die Futtertiere mit Vitaminpulver.

Fortpflanzung:

Das Männchen ruft nach einem paarungs­be­reiten Weibchen. Das Weibchen legt meist 3 hell­graue Eier in waag­rechte Filmdosen, auf Laub oder auf Bromelienblätter. Die Eier werden vom Männchen äußer­lich befruchtet. Das Männchen versorgt das Gelege. Nach ca. 14 Tagen Zeitigung schlüpfen die Quappen, die vom Männchen auf dem Rücken in eine Wasserstelle (Bomelienachsel; senk­recht hängende, mit Wasser gefüllte Filmdose; …) trans­por­tiert werden. Das Weibchen versorgt die Quappen mit (unbe­fruch­teten) Nähreiern. Die Quappen entwi­ckeln sich in ca. 2 bis 3 Monaten zu kleinen Jungfröschen, die dann das Wasser verlassen. Zu diesem Zeitpunkt sollten sie aus dem Elternterrarium in ein Auftzuchtsterarium über­führt werden.
Die befruch­teten Gelege können auch entnommen und in Petrischalen gezei­tigt werden. Nach dem Schlüpfen weden die Quappen einzeln in kleinen Dosen aufge­zogen, da sie kani­ba­lis­tisch sind. Gefüttert wird mit spezi­ellem Quappenfutter, fein gemah­lenem Fischfutter, etc.

Die Landgänger werden in relativ kleinen Aufzuchtsterrarien mit spar­ta­ni­scher Einrichtung aufge­zogen, um eine hohe Futtertierdichte zu errei­chen. Gefüttert werden sie am Anfang fast täglich mit ganz kleinen Futtertieren (beson­ders Springschwänze, kleine Ofenfischchen und Erbsenblattläuse).